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Videohouse

Neuartiger Ü-Wagen von Videohouse nutzt Draco tera compact-KVM-Matrixswitch

Der Kunde

Die Euro Media Group (EMG) ist einer der führenden europäischen Anbieter von kreativen und technischen Dienstleistungen in der Rundfunkbranche und gliedert sich in mehrere große TV- und Multimedia-Dienstleister, darunter Videohouse in Belgien. Bei dem OB14 handelt es sich um den neusten Übertragungswagen von Video-house, der für größere Einsätze mit bis zu zehn Fernsehkameras dient.

Die Anforderung

ProjectBuilders, der hauseigene Systemintegrator von Videohouse verzichtete bei der Entwicklung des Trucks auf die Reproduktion von Vorgängermodellen und entwickelte ein komplett neues Design mit einer Fülle an neuen Funktionen.

Zielvorgabe war die Erstellung einer optimalen Arbeitsumgebung, die ein ergonomisches und effizientes Design mit einem Höchstmaß an Flexibilität für die verschiedensten Broadcast-Einsätze verbindet. Mit einer üblichen Lebensdauer von neun Jahren bis zur Generalüberholung erforderte der neue Truck ausschließlich den Einsatz zukunftssicherer Komponenten, um langfristig seine führende Stellung in der Branche zu behaupten.

Die Lösung

ProjectBuilders erarbeitete gemeinsam mit dem Systemberater und Ausrüstungslieferanten Crosspoint ein innovatives Konzept, indem sie die Kernbereiche analysierten, in denen der Wagen optimiert werden sollte. Die wichtigste Neuerung ist dabei ein separater Korridor im Inneren des LKWs, der die einzelnen Arbeitsbereiche voneinander trennt, wodurch die Arbeitsumgebung eine deutliche Verbesserung erfährt. „In Ü-Wagen herrscht ein geschäftiger Betrieb, da ständig Personen rein- und rausgehen“, erklärt Michiel Spaepen, Projektleiter von ProjectBuilders. „Indem wir die Innenbereiche voneinander trennen, müssen die Anwender nicht unentwegt durch den Hauptproduktionsbereich, wodurch dieser von Lärm und Störungen entlastet wird.“

Die Entwickler suchten auch nach Möglichkeiten zur Maximierung der Flexibilität, um den OB14 für alle Arten von beliebig großen Outdoor-Veran-staltungen zu rüsten. Für diesen Zweck wurden Racks entwickelt, die mit von außen heraus-nehmbaren Schubeinsätzen versehen sind. „Somit ist der Truck mit den notwenigen Gerätschaften für jeden einzelnen Auftrag ausgestattet und das Equipment kann innerhalb der Flotte gemeinsam genutzt werden. Das ermöglicht eine Reduktion der Bestände an teuren Geräten“, ergänzt Spaepen.

Als weitere Lösung kommt ein eingebauter IHSE Draco tera compact-KVM-Switch zum Einsatz, der den Mitarbeitern direkten Zugang zu den Servern und Produktionsgeräten von ihrem jeweiligen Arbeitsplatz aus gibt. Die Anwender können mit einfachen Tastaturbefehlen zwischen den verschiedenen Quellen umschalten – beispielsweise den Systemservern, Zeichengeneratoren, Vektorumwandlern (Rasterizer), EVS-Servern und Slo-Mo-Geräten.

Der im OB14 eingebaute Draco tera-Switch verfügt über 32 Ports und lässt sich bei Bedarf später auf 64 oder 80 Ports aufrüsten. Ausgestattet mit der Flexport-Technologie kann jeder Port als Eingang oder Ausgang verwendet werden. Derzeit gibt er 16 Arbeitsplätzen Zugang zu zwölf verschiedenen Servern und Computern über ein Cat-7-Netzwerk mit unbeschränkter Anzahl an Gerätekonfigurationen und vollständigem Gerätezugriff. Zusätzlich integrierte Cross-Repeater wandeln die elektrischen Signale in Lichtwellen um. Über Single-Mode-Glasfaserkabel lassen sich die Entfernungen von Quellen oder Bediengeräten auf 10 km verlängern.

Das KVM-System unterstützt USB 2.0, um Dateien von externen Festplatten oder USB-Sticks zu laden. Zudem lassen sich Touchscreens und an-dere Zeigegeräte bequem über USB anschließen, was die Kompatibilität mit zukünftigen Geräten sichert. Einige ältere Server, die noch regelmäßig im Gebrauch sind, verfügen über analoge VGA-Anschlüsse statt dem heute gebräuchlichen DVI. Für die IHSE-Geräte ist das kein Problem, da sie beide Formate und eine Vielzahl an Videoauflösungen unterstützen. Zudem lässt sich das System auf Grund seiner modularen Bauweise ohne großen Aufwand erweitern – Ein- und Ausgangs-einheiten für neu aufkommende Standards werden einfach ergänzt oder ausgetauscht. Somit ist das komplette System zukunftsgesichert.

Installation und Konfiguration des Draco tera wurde schnell und einfach von ProjectBuilders ausgeführt. Der Systemintegrator benötigte keine externe Hilfe, da vor Inbetriebnahme lediglich der Einbau aller Komponenten und die Benennung der Ports notwendig waren.

Der Draco tera compact-Switch ließ sich äußerst leicht in den Ü-Wagen einbauen und überträgt Bilder und Daten verzögerungsfrei. – Michiel Spaepen, ProjectBuilders

Der Nutzen

Die innovative räumliche Anordnung und Einbau-technik im OB14 führten zu einer erheblichen Aufwertung der Arbeitsumgebung und einer verbesserten Flexibilität, womit sich eine größtmögliche Breite an mobilen Rundfunkprojekten in Angriff nehmen lässt – und das ganze hocheffizient und kostensparend. Mit der Reduktion der Gerätemenge im Truck trägt das neue Konzept zu einer maximalen Kostenersparnis und einer Verringerung des Treibstoffverbrauchs bei.

Der KVM-Switch trennt die Arbeitskonsolen von den Computern und Videoservern mit verbessertem individuellem Systemzugriff. „Die maximale Flexibilität erreichen wir, indem wir jede Anwenderposition mit personalisierten Einstellungen konfigurieren“, so Spaepen. „Jeder Arbeitsplatz kann auf jedes Gerät zugreifen. Der Draco tera ermöglicht verzögerungsfreies Schalten der Video- und Datenquellen, was in Live-Produktionen enorm wichtig ist.”

Von den Anwendern wird der KVM-Switch überhaupt nicht wahrgenommen. Er arbeitet unscheinbar im Hintergrund und stellt verzögerungsfreie Verbindungen zu den gewünschten Rechnern her, die in Live-Sendungen benötigt werden. Genauso sollte es auch sein. – Gert Vandoninck, Crosspoint

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